Darmstädter Ontologenkreis

Ontologie Interdisziplinär

Ausblick

Bis auf Weiteres: Online

Die Impfungen gegen das Corona-Virus schreiten voran. Dennoch wird es wohl noch etwas dauern, bis wir uns wieder in alter Gewohnheit, auch physisch wieder treffen können. Bis auf Weiteres werden wir deshalb dabei bleiben, unsere Kolloquien als Video-Konferenzen zu organisieren. Immerhin hat das auch den Vorteil, dass Menschen sich daran beteiligen können, für die sonst die Anfahrt zu weit wäre.

Nächstes Kolloquium


Wegen Christi Himmelfahrt, eine Woche später als üblich.

Tabea Hein,
Stadt Frankfurt am Main, Koordinierungsstelle Verwaltungsstrukturreform

Künstliche Intelligenz für die Smart City –
Potenziale und Herausforderungen

„Künstliche Intelligenz (KI)“ und „Stadtverwaltung“ sind Begriffe, die vielleicht auf den ersten Blick nicht unbedingt in Korrelation stehen. Als Co-Autorin der Handreichung „Künstliche Intelligenz für die Smart City Handlungsimpulse für die kommunale Praxis“ unternimmt Tabea Hein trotzdem den Versuch, beide Bereiche aufeinander zuzuführen und insbesondere Kommunen Mut zu machen, sich mit dem Thema „KI“ zu beschäftigen. Sie rät, sich jetzt nicht nur mit der hinter dem Begriff liegenden Technik vertraut zu machen, sondern auch zu einer Auseinandersetzung mit den kritischen Faktoren, wie Ethik, Transparenz, Ängsten und Regulierung.

KI bietet vielfältige Chancen, Prozesse zum Wohl der Kommunalverwaltung und der Stadtgesellschaft zu verbessern. Viele Lösungen sind schon durch andere Branchen erarbeitet und können teils mit wenigen Anpassungen übertragen werden. Bereits umgesetzte Anwendungsbeispiele und Anregungen zu neuen Ideen finden sich im Buch wie in ihrem Vortrag.

Weitere Kolloquien

Hermann Bense,
Vorstandsvorsitzender der textOmatic AG

NN

Oren Halvani, Fraunhofer SIT Darmstadt

TAVeer: Ein robustes und themenagnostisches Verfahren zur Verifikation von Schreibstilen

Ein zentrales Problem, das seit vielen Jahren im Bereich der digitalen Textforensik erforscht wird, ist die Frage, ob zwei Dokumente vom selben Autor verfasst wurden. Die Autorenschaftsverifikation (AV) ist ein Forschungszweig in diesem Bereich, der sich mit dieser Frage beschäftigt.

Im Laufe der Jahre haben die Forschungsaktivitäten im Zusammenhang mit AV stetig zugenommen, welche zu einer Vielzahl von Ansätzen geführt haben, die versuchen, dieses Problem zu lösen. Viele dieser Ansätze nutzen jedoch Merkmale, die mit dem Thema der Dokumente zusammenhängen oder davon beeinflusst sind. Daher kann es versehentlich passieren, dass ihre Verifikationsergebnisse nicht auf dem Schreibstil (dem eigentlichen Fokus von AV), sondern auf dem Thema der Dokumente basieren.

Um dieses Problem zu adressieren, schlagen wir einen alternativen AV-Ansatz vor, der nur themenunabhängige Merkmale in seiner Klassifikationsentscheidung berücksichtigt.

Zusätzlich stellen wir eine Post-hoc-Interpretationsmethode vor, die es erlaubt zu verstehen, welche besonderen Merkmale zur Vorhersage der vorgeschlagenen AV-Methode beigetragen haben.

Um die Leistungsfähigkeit unserer AV-Methode zu evaluieren, haben wir sie mit acht konkurrierenden Baselines (einschließlich dem aktuellen Stand der Technik) auf vier anspruchsvollen Datensätzen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass unser Ansatz in zwei Fällen alle Baselines übertrifft (mit einer maximalen Genauigkeit von 84 %), während er in den anderen beiden Fällen genauso gut abschneidet wie die stärkste Baseline.

Weiterer Ausblick

Prof. Dr. Heinrich Herre, Uni Leipzig

Risiko-Ontologien

Prof. Herre arbeitet in Leipzig im Bereich von medizinische Technologien. Berichten wird er über Ontologien, die dabei unterstützen sollen, Risiken zu bewerten und gegeneinander abzuwägen.

Genauer Titel und Beschreibung folgt

Prof. Dr. Dimitry E. Palchunov, Universität Novosibirsk

Ontologies and Model Theory (in English)

Prof. Palchunov. ist ein Mathematik-Professor an der Universität in Novosibirsk, der zu mathematischer Ordnungstheorie forscht.

Genauer Titel und Beschreibung folgt.

Dr. Joachim Paul (angefragt)

Komplexität (Arbeitstitel)

Unter Komplexität versteht man eine bestimmte Systemeigenschaft, bei der in der Beschreibung des Systems die Elemente des Systems und ihre (kausalen?) Wirkgefüge nicht durch über die Zeit konstante eineindeutige Operatoren-Operanden-Zuordnungen beschrieben werden können.

Was bedeutet das für Ontologische Systeme?

Maschinen als Rechtssubjekte

Bislang gibt es in der deutschen Rechtsprechung zwei Arten von Rechts-Subjekten: Natürliche Personen einerseits und Körperschaften andererseits (also z.B. Firmen, Vereine, Behörden und dergleichen). Maschinen wird bislang keine Rechts-Fähigkeit zugesprochen. Die rechtliche Verantwortung, z.B. für ein Auto trägt dessen Fahrer, in zweiter Linie der Halter.

Mehr und mehr wird aber an technischen Produkten geforscht und entwickelt, die immer autonomer agieren können. Neben fahrerlosen Autos, sind dies auch Expertensysteme, die z.B. in der Medizin Empfehlungen zu möglichst erfolg-versprechenden Therapien geben.

Das wirft nicht nur philosofische Fragen auf, sondern auch zunehmend die Frage, ob die jetzigen rechtlichen Regelungen zu Verantwortung und Haftung, die Realität noch angemessen abbilden.

Stefan Holtel hat in seinen bisherigen Vorträgen bei uns solche Fragen bereits mehrfach aufgeworfen. Zugesagt hat er uns einen weiteren Vortrag, der dieses Thema noch einmal vertieft behandeln soll - aus der Perspektive der Informatik. Auf der Suche sind wir im Moment noch nach eine:r Jurist:in, die dieses Thema aus einem juristischen Blickwinkel vertiefen kann.

Wir möchten beide Termine zeitlich in enger Folge legen. Deswegen können wir sie aber auch erst festlegen, wenn wir auch beide Referent:innen haben. Wir hoffen: in der zweiten Jahreshälfte.

Weitere angestrebte Termine: