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Darmstädter Ontologenkreis

Ontologie Interdisziplinär

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Herzlich willkommen

Wir sind eine Gruppe von Wissenschaftlern, Entwicklern und Anwendern aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten und mit unterschiedlichen Hintergründen.

Aus unseren jeweiligen Perspektiven tauschen wir uns über das Thema Ontologie aus. Was uns zusammenbringt ist die Neugier, voneinander zu lernen, Dinge aus anderen Perspektiven zu begreifen und uns davon zu neuen Ideen inspirieren zu lassen.

In über uns erfahren Sie ausführlicher wer wir sind und was wir machen.

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Andreas Fornefett, PRCSM (Pure Research for Complex Systems Management)

Alles ist …

Eine kurze Geschichte der Systemtheorien von Thales bis zum heutigen F&E Projekt MQM

Der Vortrag rekonstruiert Systemtheorien als Versuche, Ordnung, Wandel und Steuerung komplexer Zusammenhänge begrifflich zu fassen.

Obwohl der klassische Zeitpfeil von Systemtheoretikern selbst als Kennzeichen einer veralteten Überzeugung ausgemacht wurde, setzen die meisten vorhandenen Materialien hinsichtlich einer historischen Genealogie ausdrücklich bei Aristoteles ein: mit Ganzheit, Zweck und Selbstbewegung.

Daran schließen sich das mechanisch-analytische Weltbild von Galilei und Newton, Leibniz' Idee einer universellen Wissenschaft, Kants philosophischer Systemgedanke und Lamberts Systematologie als früher allgemeiner Systementwurf an.

Im 20. Jahrhundert verschieben Bertalanffy, Kybernetik, Informationstheorie und System Dynamics den Fokus auf offene Systeme, Rückkopplung, Modellierung und Simulation; seit den 1970er und 1980er Jahren treten Autopoiesis, Chaos- und Komplexitätstheorie hinzu.

Die Geschichte der Systemtheorien, gleich wie weit man diese fassen möchte, ist keine lineare Fortschrittserzählung. Sie stellt sich eher als eine Folge von Verschiebungen ihrer Grundbegriffe dar, wie beispielsweise: Holistischer Ansatz oder Analyse, offenes oder geschlossenes System, Steuerung oder Selbstorganisation, Objekt, Subjekt, Markt, Feld, Raum, Relation … oder eben wie in diesem Vortrag diskutiert, hin oder zurück zu „Alles ist Bewegung“, heute im Sinne von „Energie“.

Der Vortrag soll damit nicht nur eine historische Orientierung bieten, sondern auch der begrifflichen Übersetzung zwischen Disziplinen dienen. Er mündet in einen offenen Vorschlag, der zugleich an Fragen der digitalen Simulation, Nachhaltigkeit und KI-Anwendungen anschließt.

Anregungen zum Thema:

In Präsenz und Hybrid: