Verfügbarkeit von Präsentations-Unterlagen

Zu den meisten der Vorträge existieren Präsentations-Unterlagen. Allerdings sind nicht alle Autoren damit einverstanden, diese öffentlich ins Internet zu stellen.

Aus diesem Grund ist der Zugriff auf die Unterlagen nur einem begrenzten Personenkreis möglich und durch ein Passwort geschützt. Wenn Sie sich für einen Vortrag interessieren, wenden Sie sich sich gerne an den im Impressum gennanten Verantwortlichen.

Bisherige Kolloquien

Mi, 8. November 2017, 18 Uhr

Reinhart Büttner

Torten, Türmchen, Pyramiden, Balken, Bäume, Netz & Pfeil  –
oder Die Hieroglyphen der Informationsgrafik

ein Versuch von Reinhart Büttner.

Reinhart Büttner ist interdisziplinärer Künstler und Theoretiker, beratender Psychologe und Dozent

18. Oktober 2017, 18 Uhr

Dr. Sabine Bartsch

Multimodale Dokumente

Unter „Sprache“ verstehen wir auf Anhieb, in Worte gefasste, gesprochene oder geschriebene Sprache.

In technischen Dokumenten haben wir es aber regelmäßig auch mit bildlichen Darstellungen zu tun: Diagramme, Schaltpläne, Technische Zeichnungen und ähnliches. Sie sind ein wichtiges Werkzeug der Informationsübermittlung und stellen damit eine mächtige Erweiterung dessen dar, was wir gemeinhin unter Sprache verstehen.

13. September 2017, 18 Uhr

Prof. Dr. Nina Janich

Die öffentliche Semantik von „Experiment“ –
Arbeitsweisen der Linguistik

Mit welchen Methoden und Ansätzen arbeitet eigentlich die Linguistik?

Am Beispiel des Wortes „Experiment“, seines Bedeutungsspektrums und seiner Rolle in öffentlichen Diskursen wird uns Frau Prof. Janich Einblicke in linguistische Arbeitsweisen geben.

Mi, 12. Juli 2017, 18 Uhr

Lena Pejic

Warum haben Menschen Vorurteile ?

Der Vortrag geht Fragen nach, wie:

Die folgenden Bücher hatte Lena mitgebracht:

Mi, 28. Juni 2017, 18 Uhr

Prof. Dr. Karl Erich Wolff

Von "Circa" zur begrifflichen Skalierung

Wir gehen aus von den reichhaltigen Aspekten des Ungenauen und Ungefähren, die Reinhard Büttner am 10. Mai 2017 in seinem Vortrag "Circa" im Ontologenkreis angesprochen hat.

Darauf basierend werden nun Grundideen erkundet, mit denen man in der sprachlichen Praxis das Ungefähre versucht, begrifflich zu fassen. Die zugehörigen pragmatisch ausgewählten kontextuellen Beschreibungen lassen sich oft in formalen Kontexten angeben, die bei der begrifflichen Skalierung verwendet werden. Dadurch erhält man eine sehr flexible Methode zur inhaltlich kontrollierten Repräsentation und Visualisierung von Daten in der gewünschten Granularität.

Mi, 10. Mai 2017, 18 Uhr

Reinhart Buettner

circa – Genauigkeit und Approximation

Mi, 26. April 2017, 18 Uhr

Prof. Dr. Bernhard Humm

Clinical Decision Support

Für Ärzte im klinischen Alltag ist es eine große Herausforderung, ständig bezüglich klinischer Studien, neuer Medikamente und Behandlungsmethoden auf dem Laufenden zu bleiben. Informationsdienstleister bieten zunehmend Dienste an, um diesen Informationsbedarf zu decken: Medizinische Literatur, klinische Empfehlungen, Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten etc. Im Klinikalltag kommen solche Informationsdienstleistungen heute aber noch selten an.

In dem Vortrag wird ein Ansatz für personalisierte Medizin vorgestellt, bei dem Ärzte Zusatzinformationen passgenau zum aktuell behandelten Patienten erhalten, ohne aktiv danach suchen zu müssen.

Mi, 8. März 2017, 18 Uhr

Anatol Reibold

Data Science, Maschinelles Lernen und Ontologie

Der Vortrag orientiert sich an der folgenden Agenda:

Mi, 8. Februar 2017, 18 Uhr

Prof. Dr. Melanie Siegel

Informationsextraktion – Methoden und Anwendungen

Die Mengen an Texten, die täglich produziert werden und gelesen werden müssen, nimmt rasant zu. Mit der automatischen Indexierung ist es schon seit einer geraumen Zeit möglich, Texte zu klassifizieren. Die Informationsextraktion geht darüber hinaus: Texte werden automatisch und gezielt nach Informationen durchsucht, und diese Informationen werden in strukturierter oder sogar visualisierter Form dargestellt. Dabei geht man von gezielten Anfragen an Texte aus, sucht z.B. Informationen über wirtschaftliche Prognosen in Lageberichten großer Firmen oder Anzeichen für einen „Shitstorm“ in sozialen Medien. Google Now erkennt z.B. in E-Mails Terminabsprachen und weist den Nutzer auf den Termin hin.

Dafür reicht es nicht, Stichwörter zu extrahieren, sondern es müssen auch Relationen zwischen Ereignissen/Handlungen und Objekten in Texten erkannt werden – ein Schritt in Richtung Analyse der Semantik.

Mi, 11. Januar 2017, 18 Uhr

Hermann Bense

Die Komposition, Definition, Benennung und Nummerierung von Begriffen

Hermann Bense beschäftigt sich damit, Begriffe (Englisch: concept) eindeutig zu bezeichnen und zu nummerieren. Dabei geht es auch darum, die Bedeutung eines Wortes über Definitionen zu erschließen und um möglichst große Unabhängigkeit von einer bestimmten Sprache.

Die Nummerierung erfolgt so, dass in der Zahl zu einem Begriff auch alle Teilbegriffe kodiert sind.

Hermann Bense geht davon aus, dass ihm ca. 300-400 Grundbegriffe reichen, um daraus alle anderen Begriffe durch Komposition dieser Grundbegriffe zu erzeugen.

In seinem Vortrag wird er uns erläutern, welche Hürden und Stolpersteine es dabei zu überwinden gilt, welche bekannten Ansätze er dabei betrachtet und wie er alles zu einer Lösung verbindet.

Mi, 9. November, 18 Uhr

Prof. Dr. Gerd Döben-Henisch

Auf dem Weg zu einer allgemeinen Theorie lernender semiotischer Systeme
(Für biologische und technische Systeme)

Prof. Döben-Henisch forscht schwerpunktmäßig über die Themen „lernende Systeme" und „Mensch-Maschine Interaktion“. Er verbindet beide Themen über das im angelsächsischen Rahmen stark verbreitete Paradigma des „Systems Engineerings (Management)“. Als geeignetes Konzept für die theoretische Beschreibung des Verhaltens von Menschen und intelligenten Maschinen im Engineering Prozessen hat sich dabei der Begriff des „lernenden semiotischen Systems“ herausgestellt. Dadurch lassen sich Themen wie z.B. psychologisch motivierte Verhaltensmodelle, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz, oder kognitive Architekturen innerhalb der normalen Engineeringprozesse als Bestandteil der üblichen Verhaltensmodellierung verorten. Lernende semiotische Systeme kann es in vielen Realisierungsstufen geben. Vom theoretischen Potential her können sie u.a. selbständig im Kontakt mit Menschen in ihrer Umgebung lernen und symbolisch kommunizieren, ohne dass sie in herkömmlicher Weise für ihre Aufgabe programmiert werden müssen.

Den derzeitigen Stand seiner Forschungen – auch in der aktuellen Kooperation mit Institutionen in Südafrika – wird er in diesem Kolloquium mit uns diskutieren.

Vortrag und Diskussion orientieren sich an folgender Agenda:

Mi, 12. Oktober, 18 Uhr

Prof. Dr. Jan C. Schmidt

Das Andere der Natur. Instabilität als Schlüsselbegriff einer aktuellen Naturphilosophie

Aktuelle Entwicklungen der Natur- und Technikwissenschaften werfen ein überraschend neues Licht auf klassische Brennpunkte der Naturphilosophie. Ein Anderes der Natur zeigt sich: Natur ist Natur, insofern sie zur Instabilität fähig ist. Instabilitäten gelten als Quelle des Werdens und Wachsens, ja als Hintergrund des Lebens.

Angesichts dieser Erkenntnisse eröffnen sich neue Wege naturphilosophischen Denkens. Vielfach kontrovers diskutierte Themen der Wissenschaften können zusammengeführt und verständlich gemacht werden: Selbstorganisation, Zeit, Zufall, Kausalität, Kosmos und Raum, Geist und Gehirn, Technik, Ästhetik, Ethik und Umwelt sowie Wissenschafts- und Technikfolgen.

Zu diesem Themenkomplex hat Prof. Schmidt im letzten Jahr auch ein Buch veröffentlicht:

Mi, 14. September, 18 Uhr

Stefan Holtel

Ontologien bedrängen Onkologen:
IBM Watson bringt Ärzte in die Bredouille

Seit 2012 schaut Watson Oncology den Medizinern über die Schulter, ein Expertensystem zur Diagnose und Therapie von Krebs. Dafür hat es den Inhalt von ca. 200 Fachbüchern inhaliert und wertet ständig 290 Fachjournale aus. Der Wissenskorpus umfasst mittlerweile 12 Mio. Seiten.

Grundlage für das Verarbeiten der Texte ist eine Ontologie, die sich autopoietisch weiter entwickelt. Watson lernt unentwegt: Einerseits aus eingespeister Literatur, andererseits aus den Dialogen, die es bereits mit den Ärzten geführt hat. Theoretisch repräsentiert das System jederzeit den aktuellen Stand des Wissens.

Tatsächlich begann vor vier Jahren ein Experiment über Ethik und Moral: Das kühle Kalkül der Maschine trifft auf das emotionale Ringen um die Behandlung von Krebspatienten. Delegieren Ärzte ihre Therapieempfehlung bald an Maschinen? Welches Verhältnis entwickelt sich zwischen Onkologen und Software? Welche Kompetenz braucht es, um Denkmaschinen wie Watson Oncology auf Augenhöhe zu begegnen?

Das Unternehmen IBM drückt sich vor der Antwort. Es propagiert die Zukunft der personalisierten Medizin, für die Watson den Durchbruch schaffe. Ein Frage bleibt unberührt zwischen verunsicherten Patienten, überforderten Medizinern und Finanzinteressen der Versicherer und Kliniken: Wer entscheidet wirklich über die Krebstherapie, an der Schwelle zwischen Leben und Tod?

Stefan Holtel publiziert zu den Chancen und Risiken des Einsatzes künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Organisationen. In diesem Jahr ist bereits erschienen:

Mi, 13. Juli 2016, 18 Uhr

Prof. Dr. Nina Janich

Einigungsprozesse in interdisziplinären Projekten

Wenn in einem Projekt Fachleute aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammenarbeiten, dann müssen sie sich über ihren nun gemeinsamen Gegenstand austauschen können – trotz ihrer unterschiedlichen Fachsprachen und Terminologien.

Dass eine „gemeinsame Sprache“ aber oft erst mühsam errungen werden muss und was unter einer solchen „gemeinsamen Sprache“ konkret zu verstehen ist, wurde in einer Fallstudie über ein politikwissenschaftliches-physikalisches Projekt untersucht.

Frau Prof. Janich stellt Ergebnisse aus dieser Studie vor.

Mi, 8. Juni 2016

Hermann Bense, Anatol Reibold

Top-Level-Ontologien – Welche gibt es und wozu sind sie gut?

Hermann Bense gibt einen Überblick über Top-Level-Ontologien und stellt die Populärsten von Ihnen vor: Worin unterscheiden sie sich und wo bestehen Gemeinsamkeiten? Außerdem stellt er mit der UMO-Ontologie einen Vorschlag für eine oberste Top-Ontologie vor.

Anatol Reibold wird danach einen Überblick über verschiedene Logiken geben, u.a. Syllogismen, Description Logic und mehr-sortige Prädikatenlogik und aufzeigen, wie man letztere verwenden kann um die UMO-Ontologie zu formalisieren.

Wer sich vorab mit dem Thema beschäftigen will, findet hier noch einige Informationen:

Mi, 11. Mai 2016

Prof. Dr. Gernot Böhme

Zeit sein - zur Ontologie menschlicher Existenz

Es geht um Zeit als Form lebendiger Existenz. Die Zeitlichkeit des Menschen wird in der Regel als Begrenztheit seiner Existenz durch Geburt und Tod gesehen. Dagegen ist jeder Lebensvollzug in sich zeitlich.

Der Vortrag war frei gehalten. Es existiert deshalb kein Manuskript.
Bücher-Auswahl von Prof. Böhme:

Mi, 13. April 2016

Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler

Begriffe: Denkeinheiten oder Spracheinheiten (Fortsetzung)

Wir sind in unserem Denken und Reden auf Begriffe angewiesen. Wir versuchen mit ihnen die Welt zu greifen und uns über sie zu verständigen. Strittig ist, ob man Begriffe eher der sprachlichen Ebene oder eher der kognitiven Ebene zuordnen soll.

Dazu möchte Prof. Seiler einige Thesen vorschlagen, um sie gemeinsam weiter zu diskutieren und zu differenzieren. Eine Auswahl seiner Thesen:

Darauf aufbauend wird Prof. Seiler die Konsequenzen seiner Thesen reflektieren.

9.3.2016

Wolfram Bartussek

OntoVigilance

Ansätze zur automatisierten Erstellung umfassender, minimaler Informationskorpora

10.2.2016

Prof. Dr. Bernhard Humm

Ontologien in der Medizin –
und wie man diese nutzen kann

Für kein anderes Fachgebiet existieren so viele kontrollierte Vokabulare, Taxonomien und Ontologien wie für die Medizin und verwandte Life Sciences. Klassifizierte Begriffe umfassen Krankheiten, Symptome, Körperteile, Medikamente, medizinische Verfahren und vieles mehr.

Der Vortrag geht auf diese und weitere Fragen ein.

13.1.2016

Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler

Begriffe: Denkeinheiten oder Spracheinheiten ?

Wir sind in unserem Denken und Reden auf Begriffe angewiesen. Wir versuchen mit ihnen die Welt zu greifen und uns über sie zu verständigen. Strittig ist, ob man Begriffe eher der sprachlichen Ebene oder eher der kognitiven Ebene zuordnen soll.

Dazu möchte Prof. Seiler einige Thesen vorschlagen, um sie gemeinsam weiter zu diskutieren und zu differenzieren.

Eine Auswahl seiner Thesen:

9.12.2015

Walter Claassen

Professionelle Informationssuche jenseits des Web

Information ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil fast aller professionellen Tätigkeiten. Einerseits zur Steuerung und Dokumentation der internen Produktions- und Dienstleistungs-prozesse, andererseits aber auch als „Rohstoff” der extern eingekauft wird.

In den letzten 50 Jahren sind weltweit eine Vielzahl von Organisationen und Unternehmen entstanden, die Dienstleistungen „rund um die Information“ anbieten. Umsatzzahlen und Zahlen zum Umfang der Datenbestände lassen erahnen, welchen Stellenwert dieser Informationsmarkt mittlerweile erreicht hat.

Der Informationsmarkt, seine Bedingungen, Werkzeuge und Player sind Gegenstand dieses Vortrags.

9.11.2015

Dr. Dirk Hüske-Kraus

Natural Language Generation für medizinische Dokumente

12.10.2015

Dr. Thomas Hoppe

Zertifizierung der Qualität semantischer Anwendungslösungen – Ein Plädoyer

Herr Dr. Hoppe berichtet über Erfahrungen bei der Vermarktung semantischer (insb. Ontologie u. Thesaurus-basierter) Anwendungen.

Anhand von drei Beispielen zeigt er auf wie wir durch Methoden der Statistik, Datenanalyse und Data Science bei der Vermarktung semantischer Technologien von rein qualitativen Marketingaussagen zu messbaren, reproduzierbaren und validierbaren quantifizierten Aussagen gelangen können.

Ziel ist, die Qualität semantischer Lösungen zu erfassen, zu dokumentieren, überprüfbar und vergleichbar zu machen.

14.09.2015

Dr. Joachim Paul

Warum Polykontexturalität? – eine Einführung

Die klassische mathematische Logik hat einen streng hierarchischen Aufbau. Sie duldet weder Widersprüche noch Selbstreferenzen und kommt mit wechselseitigen Abhängigkeiten (Henne-Ei) und unterschiedlichen Standpunkten nur schwer zurecht. Eine schmerzhafte Einschränkung.

Die Polykontexturalitätstheorie beinhaltet eine Erweiterung der klassischen Logik und versucht diese Lücken zu schließen. Praktische Anwendung findet sie u.a. im Bereich der Biologie, bei der Untersuchung natürlicher neuronaler Netze, die sich nicht an die Regeln der klassischen mathematischen Logik halten.

Wer das Thema vertiefen möchte, kann dies tun im Buch Joachim Pauls „TRANS- Reflexionen über Menschen, Medien, Netze und Maschinen. Aufsätze 1996 – 2013” (ISBN: 978-3844255027).

Dort vor allem:

bzw. zu Thema „Transhumanismus” in den folgenden Aufsätzen:

Rezensionen zu diesem Buch finden sich hier und hier.

13.7.2015

Klaus Reichenberger

Ontologien und semantische Netze in der Praxis

Anhand von Beispielen, möchte ich, Erfahrungen aus dem Einsatz semantischer Wissensrepräsentationen in Unternehmen mit Ihnen teilen und diskutieren. Dabei werden wir uns mit Fragen beschäftigen wie:

8.6.2015

Dr. Ingetraut Dahlberg

Wissensorganisation

Frau Dr. Dahlberg ist eine der Pionierinnen im Bereich der Klassifikation und Wissensorganisation. Ihr besonderes Augenmerk und Interesse liegt dabei darauf, Informationen auch über Fachgrenzen hinweg verfügbar zu machen.

11.5.2015

Prof. Dr. Nina Janich

Bis jetzt noch nicht – Zur Temporalität von Nichtwissenskonzepten

An verschiedenen Textbeispielen soll gezeigt werden, wie zentral die temporale Perspektive bei der Kommunikation von bzw. über Nichtwissen ist. Zudem wird die Frage diskutiert, ob die damit markierten Konzeptualisierungen von Nichtwissen im Diskurs womöglich selbst wieder einer bestimmten Chronologie folgen.

13.4.2015

Prof. Dr. Ulrich Schade

Jetzt fangen wir los! – Versprecher und was sie uns über den Prozess der Sprachproduktion verraten

Versprecher sorgen meist erst einmal für Belustigung. Bei näherem Hinsehen tritt aber zu Tage, dass es ganz unterschiedliche Gründe gibt, warum uns ein falsches Wort über die Lippen rutschen kann.

Prof. Schade vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationstechnik und Ergonomie erläutert uns an Beispielen, welche Arten von Versprechern es gibt, und vor allem, was sie uns darüber verraten, wie wir Sprache produzieren.

9.3.2015

Prof. Dr. Melanie Siegel

Die Implementierung japanischer Sprache in Head-Driven Phrase Structure Grammar (HPSG) und was wir damit gemacht haben

HPSG ist ein Grammatikformalismus, mit dem man natürliche Sprachen (wie Japanisch) so nachbilden kann, dass die Interaktion der sprachlichen Ebenen Syntax, Semantik und Pragmatik dargestellt werden kann.

Der Vortrag zeigt auf, wie eine große Grammatik im Laufe mehrerer Jahre und in Kooperation mit Entwicklern von HPSGen anderer Sprachen entwickelt wurde.

Die Grammatik wurde in sprachtechnologischen Anwendungen eingesetzt, die stark auf semantischer Information basieren. Diese Anwendungen werden im Vortrag skizziert.

9.2.2015

Hermann Bense

Ontologien als Schlüsseltechnologie für die automatische Erzeugung natürlich-sprachlicher Texte

In den neuen Medien, vor allem im Bereich des Semantic Web, gibt es einen permanent steigenden Bedarf an originären Inhalten und redaktionellen Texten. Dies betrifft sowohl Medienunternehmen als auch Nicht-Medienunternehmen.

Der Großteil der Texte wird heute konventionell von Redakteuren erstellt. Dies gilt auch für Bereiche, in denen Texte recht schematisch und formalisiert auf Basis von Datenbankinformationen oder Exceltabellen erzeugt werden.

In diesem Vortrag wird ein ontologie-gestütztes Verfahren zur Generierung natürlich-sprachlicher Texte vorgestellt, welches auf die für das Semantic Web vereinbarte Konventionen zurückgreift Ziel ist es, Redakteure von der Erstellung von Texten zu entlasten, die in großer Anzahl und sehr schnell erstellt werden müssen und deren Erstellung keine journalistische Arbeit erfordert.

Der Vortrag steht im Rahmen des Buchprojekts: „Corporate Semantic Web„.

19.1.2015

Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler

Leistungen und Fallstricke des rationalen Denkens (Fortsetzung)

Nachdem der Vortrag am 10.11. von Thomas Bernhard, wegen der regen Diskussion und der fortgeschrittenen Zeit unterbrochen wurde, wird dieses spannenede Thema nun fortgesetzt. Es wird bei dieser Fortsetzung nun speziell um die noch ausstehenden „Fallstricke des rationalen Denkens” gehen.

Prof. Seiler schrieb dazu: Ich möchte insbesondere zeigen, welche Errungenschaften, aber auch welche Gefahren mit der ontogenetischen, aber auch kultur- und wissenschaftshistorischen Entwicklung des Denkens in und mit Begriffen verbunden sind.

12.1.2015

Prof. Dr. Ulrich Schade

Semantische Suche im Bereich der Energieforschungsfürderung

”EnArgus„ ist ein Projekt zur Entwicklung eines zentralen Informationssystems für Energieforschungsvorhaben.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefürdert. Es soll helfen, staatliche fürderpolitik transparenter zu gestalten und die Bewertung von Technologieentwicklungen erleichtern.

In dem Vortrag wird das EnArgus-System in seiner aktuellen Version und in seiner Funktionsweise vorgestellt. Insbesondere wird aufgezeigt, wie eine Fachontologie zur Energieforschung entwickelt und in das System eingebunden wurde und welchen (wichtigen) Beitrag diese Fachontologie für die Funktion des Systems leistet.

Der Vortrag steht im Rahmen des Buchprojekts: „Corporate Semantic Web”.

8.12.2014

Reinhart Büttner

Stadt, Land, Fluss auf elektronisch

Provokante Fragen und Anmerkungen eines Zaungastes.

10.11.2014

Prof. Dr. Thomas Bernhard Seiler

Leistungen und Fallstricke des rationalen Denkens

Prof. Seiler schreibt dazu: Ich möchte insbesondere zeigen, welche Errungenschaften, aber auch welche Gefahren mit der ontogenetischen, aber auch kultur- und wissenschaftshistorischen Entwicklung des Denkens in und mit Begriffen verbunden sind.

13.10.2014

Dr. Frederik Janssen / Prof. Dr. Heiko Paulheim

Intelligente Datenauswertung mit Linked Open Data

Es geht darum Daten die im Internet verfügbar sind ausfindig zu machen und miteinander zu verknüpfen, um so zu neuen Erkenntnissen zu kommen.
Dazu werden zwei Fallstudien vorgestellt und besprochen.

Der Vortrag steht im Rahmen des Buchprojekts: „Corporate Semantic Web”.

8.9.2014

Prof. Dr. Bernhard Humm

Corporate Semantic Web – Wie semantische Anwendungen in Unternehmen Nutzen stiften

Semantische Anwendungen stiften bereits heute in Unternehmen Nutzen, z.B. in den Branchen Telekommunikation, Logistik, Automotive, Tourismus, Bibliotheks- und Verlagswesen. Es erfordert aber besondere Fähigkeiten – technologischer und methodischer Art – erfolgreich semantische Anwendungen zu entwickeln. Dieser Vortrag gibt dazu Hinweise und Empfehlungen.

Er fasst Ergebnisse zusammen, die 2015 in einem gleichnamigen Buch beim Springer Verlag veröffentlicht werden.

14.7.2014

Prof. Dr. Bernhard Thull

Das Tanzarchiv der Pina Bausch-Stiftung

Wie lässt sich Tanz beschreiben und für folgende Generationen aufbewahren, kategorisieren und auffindbar machen, ohne z.B. Stunden von Videomaterial sichten zu müssen?

In einem gemeinsamen Projekt der „Pina Bausch-Stiftung” und des „Institut für Kommunikation und Medien” (IKuM) der Hochschule Darmstadt wurde dies untersucht.

Die Herausforderungen, Missverständnisse und letztlich erfolgreichen Lösungen, hat uns Prof. Thull in seinem Vortrag erläutert.

23.6.2014

Dr. habil. Christoph Lübbert

Verfeinerung eines Ontologie-Schemas durch Konzepte der Formalen Begriffsanalyse

Ein Versuch, zwischen der Sprache der Informatiker für die Formulierung einer „Ontology” und der der Mathematiker zu vermitteln.

16.5.2014

Prof. Dr. Karl Erich Wolff

Begriffsanalytische und modelltheoretische Messtheorie

Mit diesem Vortrag soll die von Erwin Tegtmeier kritisch behandelte modelltheoretische Messtheorie von Krantz, Luce, Suppes und Tversky in den allgemeineren Rahmen der pragmatisch beGründeten und mathematisch formulierten begriffsanalytischen Messtheorie eingebettet werden.
Auch die zugehörigen philosophischen Strömungen vom Empirismus zum Pragmatismus sollen kurz angesprochen und diskutiert werden.

4.4.2014

Prof. Dr. Erwin Tegtmeier

Die modelltheoretische Analyse der Skalierung

Mit der Relativitäts-Theorie kam im 20. Jahrhundert die Frage auf, wie sinnvoll es ist, Eigenschaften zu bestimmen, da sich die ermittelten Größen je nach Referenz-System unterscheiden können. Vielmehr wurde diskutiert sie als Ergebnis eines Messvorgangs zu verstehen und damit nicht als Eigenschaft, sondern als operationale Relation. Prof. Tegtmeier verteidigt in seinem Vortrag den Eigenschaftsbegriff, gegen die operationale Herangehensweise.

5.3.2014

Anatol Reibold

Mehrere Blickwinkel in einem Wissensmodell

Ein verbreitetes Problem in Wissensmodellen ist, dass der selbe Sachverhalt von unterschiedlichen Betrachtern unterschiedlich gesehen wird. Ein gemeinsames Verständnis scheint zuweilen unmöglich oder ist zumindest nicht einfach zu erreichen. In einem Wissensmodell verschiedene Standpunkte nebeneinander zu berücksichtigen und gegebenfalls auch den Prozess, in dem sich Standpunkte verändern, daran wird seit vielen Jahren gearbeitet. Um den Stand der Entwicklung geht es in diesem Vortrag.

5.2.2014

John Flath

Die Arithmetisierung der Syllogistik

8.1.2014

Hermann Bense

Semantische Graphen und Hypertrees -
2 Verfahren zur Visualisierung ontologischen Wissens

Herr Bense wird unter anderem über folgende Punkte sprechen:

Weitere Links des Vortragenden:

4.12.2013

Wolfram Bartussek

Ein Vorschlag für einen interdisziplinären
Ontologie-Begriff

Salopp gesagt gibt es heute in etwa so viele Ontologiedefinitionen wie Autoren, die darüber schreiben. In einem interdisziplinären Arbeitskreis wie dem Darmstädter Ontologenkreis hemmt diese Situation die Kommunikation.

Versucht man jedoch, über die verschiedenen Auffassungen hinweg eine Schnittmenge zu bilden, so schält sich durchaus ein Kern gemeinsamen Verständnisses heraus. Der Vortrag richtet sich auf diesen Kern als interdisziplinärem Vorschlag für eine Ontologiedefinition und zeigt anhand einer Reihe von Beispielen, wie die Definition für verschiedene Disziplinen spezialisiert bzw. zugeschnitten werden kann.

6.11.2013

Dr. Veronika Schlüter

Gedanken zu Modalitäten, insbesondere zur Möglichkeit.
Ein Beitrag zur Ontologie.

9.10.2013

Prof. Dr. Peter Zahn

Ontologie und Semiotik

4.9.2013

Anne Simmerling, Prof. Dr. Nina Janich

Über Nicht-Wissen und unsicheres Wissen

3.7.2013

Prof. Dr. Peter Zahn

Ontologie und Semiotik

5.6.2013

Boran Gögetap

VOLAP: 3-Dimensionale Darstellung agiler semantischer Netze

8.5.2013

Prof. Dr. Bernhard Seiler

Evolution des Wissens –
Hypothesen einer evolutionären Erkenntnistheorie

3.4.2013

Reinhold Schlüpmann

Erstellung einer Norm –
Ein Erfahrungsbericht

27.2.2013

Prof. Dr. Bernhard Humm

Anwendung von Ontologien in Kunst und Bibliothekswesen

Matthias Rewald

Fernöstliche Ontologie –
Eindrücke und unordentliche Gedanken

21.9.2012

Prof. Dr. Dimitry E. Palchunov, Universität Novosibirsk

Ontologies for knowledge retrieval and generation

10.8.2012

Prof. Dr. Karl Erich Wolff

Anwendungen der formalen Begriffsanalyse

4.7.2012

Dr. Javier Cumpa Arteseros, Complutense University of Madrid

Próte Ousía –
A Study of Metaphysical Reconstruction

30.5.2012

Prof. Dr. Karl Erich Wolff

Einführung in die begriffliche Skalierung

4.5.2012

Prof. Dr. Karl Erich Wolff

Einführung in die Formale Begriffsanalyse

9.3.2012

Prof. Dr. Ulrich Wodarzik

Formen des Wissens

Matthias Rewald

Wahrnehmung - Biologie und Technik, ein Vergleich

16.9.2011

Prof. Dr. Urs Andelfinger

Ontologien im Wissensmanagement – Patentlösung oder Wunschtraum

Matthias Rewald

Theorie und Praxis –
Ergänzende Betrachtungen zum Vortrag von Prof. Andelfinger

Anatol Reibold

Gesunde Vielfalt und Dialektische Entwicklung

Protokoll

6.5.2011

Prof. Dr. Bernhard Humm

Was ist eigentlich Ontologie?

Informationen zu einer geplanten Veröffentlichung über unsere bisherigen Kolloquien

Dr. Veronika Schlüter

Ontologie Ingardens

Dr. habil. Christoph Lübbert

Kritik an der Ontologie Ingardens

Protokoll

15.10.2010

Prof. Dr. Bernhard Humm

Rückblick

Matthias Rewald

Ontologie – Ein Puzzle

Dr. Frank Moelter

Selbstorganisierende Karten

Prof. Dr. Erwin Tegtmeier

Determinablen und Ähnlichkeit

Protokoll

11.6.2010

Prof. Dr. Bernhard Humm

Rückblick

Janina Fengel, Prof. Dr. Michael Rebstock

Informatik-Anwendungsbeispiel: e-Business Integration

Wolfram Bartussek

Ontologien für Wörterbücher

Protokoll

19.3.2010

Protokoll

Prof. Dr. Erwin Tegtmeier

Was ist Ontologie? (Philosophie)

Prof. Dr. Bernhard Seiler

Was ist Ontologie? (Psychologie)

Wolfram Bartussek

Was ist Ontologie? (Informatik)

Anatol Reibold

Was ist Ontologie? (Mathematik)

Flankierende Dokumente

Was bedeutet eigentlich „Ontologie”?

Artikel der im Informatik Spektrum erschienen ist (August 2014, Volume 37, Issue 4, S. 286–297)

Actually, what does „Ontology” mean?

Englische Übersetzung des obigen Artikels. Veröffentlicht in „Journal of Computing and Information Technology” – CIT 23, 2015, 1, S. 29–41, doi:10.2498/cit.1002508.

Definition von „Ontologie” in den Informations-Wissenschaften

Kommentierte Sammlung von verschiedenen Definitionen, was „Ontology” sei.

Die Lehre vom Sein

Artikel über den Ontologenkreis im Darmstädter Echo vom 23.6.2016